Skins verkaufen und Steuern: Was in Deutschland gilt
Gewinne aus privaten Verkäufen können steuerpflichtig sein. Ein Überblick über Haltefrist und Freigrenze, mit dem Hinweis, wann Sie besser fragen.
10. Februar 2026 · 5 Min. Lesezeit
Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung. Er beschreibt die allgemeinen Regeln in Deutschland, und Ihre persönliche Lage kann davon abweichen.
Private Veräußerungsgeschäfte
Wer als Privatperson Gegenstände verkauft, fällt in Deutschland unter § 23 des Einkommensteuergesetzes. Viele Steuerberater ordnen Skins dort als andere Wirtschaftsgüter ein. Eine eigene Regel speziell für Skins gibt es bislang nicht.
Die Haltefrist von einem Jahr
Verkaufen Sie ein Item mehr als ein Jahr nach dem Kauf, bleibt der Gewinn nach diesen Regeln steuerfrei. Verkaufen Sie innerhalb eines Jahres mit Gewinn, kann er steuerpflichtig sein.
Notieren Sie deshalb für jedes Item das Kaufdatum und den Kaufpreis.
Die Freigrenze
Seit dem Steuerjahr 2024 gilt für private Veräußerungsgeschäfte eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Liegt Ihr Gesamtgewinn darunter, zahlen Sie darauf keine Steuer.
Eine Freigrenze funktioniert anders als ein Freibetrag. Überschreiten Sie 1.000 Euro, wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig und nicht nur der Teil über der Grenze.
Verluste
Verluste aus solchen Geschäften können Sie mit Gewinnen derselben Art verrechnen. Mit Ihrem Gehalt oder anderen Einkünften verrechnen Sie sie nicht.
Was Sie festhalten sollten
- Kaufdatum und Kaufpreis jedes Items
- Verkaufsdatum und Verkaufspreis
- Belege wie Bestellbestätigungen oder Kontoauszüge
- Gebühren, die beim Kauf oder Verkauf angefallen sind
Österreich und die Schweiz
In beiden Ländern gelten eigene Regeln. Die Beschreibung oben betrifft nur Deutschland.
Wann Sie fragen sollten
Handeln Sie regelmäßig und in größerem Umfang, kann das Finanzamt Ihre Tätigkeit als gewerblich einstufen. Dann gelten andere Regeln. Sprechen Sie in diesem Fall mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.
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